Sehenswürdigkeiten in Kassel 
Sehenswürdigkeiten in Kassel

Sehenswürdigkeiten in Kassel


Sababurg

Inmitten des nordhessischen Reinhardswaldes steht die sagenumwobene Sababurg. Sie hatte bereits viele Namen. Erst hieß sie Zappenburg, dann Zapfenburg und wird nun Dornröschenschloss genannt. Sie ist eine der wenigen mittelalterlichen Anlagen, deren Ursprung völlig geklärt ist. 1334 erbaute der Erzbischof von Mainz die Burg, als Schutz für die Pilger. Bereits 1455 war sie dem Verfall sehr nahe. Um 1490 herum übernahmen die Landgrafen von Hessen den Besitz und erbauten hier, auf den Grundmauern des ursprünglichen Baus, ihr Jagdschloss. In den kommenden 300 Jahren feierte man hier glanzvolle und ausgelassene Feste. Aus diesem Grund baute man hier bereits zu dieser Zeit eine Wasserleitung. Im dreißigjährigen Krieg wurde sie durch die Eroberung von Feldmarschall Tilly teilweise zerstört. Um 1800 herum gaben die Landgrafen, welche seinerzeit bereits den Kurfürstenrang erreichten, das Anwesen auf und verteilten die gesamte Ausstattung an die umliegenden Burgen und Schlösser. Schon bald darauf war der Verfall nicht mehr aufzuhalten. In den kommenden Jahren verfiel und verwilderte das Schloss. Das wilde Efeu, welches sich ausgedehnt um die Anlage rankte, sorgte für das wilde, romantische Aussehen, welches die Menschen in der Umgebung an das Schloss von Dornröschen erinnerte. Seit 1957 bemüht man sich, die Restaurierung des Märchenschlosses voran zu treiben, um es den Besuchern zugänglich zu machen. So kann man hier heute nicht nur gemütlich einkehren und nächtigen, sondern auch wieder Feste feiern und sogar heiraten. Das Schloss besitzt gleich zwei Theatersäle. Es ist ein ideales Ausflugsziel für alle Märchenliebhaber, Botanikfan und Schatzsucher. Ein besonderes Schmankerl sind die geführten Wanderungen durch Schloss und Hof.


Ballhaus

Von außen wirkt das Ballhaus im Park Wilhelmshöhe neben dem Schloss eher bescheiden und unauffällig. Umso größer ist die Überraschung für Besucher, wenn Sie den prächtigen Ballsaal betreten. Das Ballhaus stammt aus dem Jahr 1810 und wurde von Jérôme Bonaparte, den Bruder von Napoleon Bonaparte, in Auftrag gegeben und vom damals noch unerfahrenen Architekten Leo von Klenze ausgeführt. Die Innenausstattung verdankt das Ballhaus dem Kurfürsten Wilhelm II. und dem Architekten Johann Conrad Bromeis. Um 1813 gab es in Westfalen politische Veränderungen und in dieser Zeit sollte das Ballhaus auch schon wieder abgerissen werden. Dennoch fanden weiterhin Theater- und Konzertveranstaltungen statt, bevor Bromeis das Ballhaus aufwendig umbauen ließ. Nach statischen Sicherungsmaßnahmen und einer Restaurierung das Ballhaus wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Immer können Besucher interessante wechselnde Ausstellungen sehen. Zurzeit finden erneut umfangreiche Sanierungsarbeiten statt, sodass im Ballhaus lediglich einige Sonderveranstaltungen stattfinden.


Tierpark_Sababurg

Der Tierpark Sababurg ist ein Wildpark, direkt neben dem märchenhaften Dornröschenschloss, der Sababurg. Er wurde 1571 auf einer Fläche von über 130 Hektar angelegt und gilt daher als älteste zoologische Anlage Europas. Erbauen ließ die Anlage der Landgraf Wilhelm IV. direkt am Fuße des Schlosses. Da viele seiner Gäste Forscher und Wissenschaftler waren, bot er ihnen die einmalige Möglichkeit fremde Tierarten zu erforschen. Aber auch er selbst nutzte den Park als Jagdrevier. Für diese Zwecke sorgte er für die Einfuhr von weißen Hirschen, Damwild, Elchen und anderen Tieren. 1973 wurde er als Wildpark wiedereröffnet. Heute findet man hier auch unter anderem vor dem Aussterben bedrohte, einheimische Tierarten. Der Besucher wird hier eingeladen, auf langen Wegen, ausgedehnte Spaziergänge durch die großen Freigehege zu genießen. Die Anlage ist im Wesentlichen in 8, teilweise bewaldete, Bereiche unterteilt. Die Schwerpunkte beziehen sich hierbei auf Haus- und Nutztiere, dem Kinderzoo und dem Urwildpark. Im Park findet man Volieren, spezielle Schutzgehege und ein Winterhaus. Auch kann man hier eine Greifvogelstation und Wasseranlagen für Fische und neuerdings sogar Pinguine bestaunen. Ein Besuch ist nicht nur für die großen Tierfreunde schön, sondern sorgt auch für die kleinen Gäste für Begeisterung. Sie können sich ausgiebig mit den Tieren im Streichelzoo oder auf dem Spielplatz beschäftigen. Für Kindergruppen gibt es hier einen Schulbauernhof, ein Tierparkmuseum und eine Kulturscheune. Ein besonderes Highlight ist der mittelalterliche Weihnachtsmarkt. Der Park ist nicht nur mit dem Auto hervorragend zu erreichen, sondern auch mit zwei verschiedenen Buslinien. Ausführliche Hinweise auf Öffnungs- und Fütterungszeiten und Eintrittspreise findet man auf der Homepage.


Löwenburg

Die Löwenburg liegt im Schlosspark Wilhelmshöhe. Landgraf Wilhelm IX. ließ sie während das neue Schloss gebaut wurde, errichten. Das war im 18. Jahrhundert. Die Mode, sich eine Ruine in den Landschaftspark setzen zu lassen, kam aus England. Der Landgraf war einer der Ersten auf dem europäischen Festland, der so ein Projekt verwirklichte. Das künstliche Gebäude hatte über 100 Räume. Früher trug sie den Namen Felsenburg. Ab 1796 bekam sie den Namen Löwenburg nach dem hessischen Wappentier. Sie sollte als Ferienwohnsitz und Lustschloss dienen. Aufgrund der Verehrung für das deutsche Rittertum entschied sich Wilhelm für eine neugotische Burg. Nach seinem Tod im Jahre 1821 wurde Wilhelm in einem Marmorsarkophag in einer Gruft unter der Kapelle bestattet. 1793 erfolgte der erste Spatenstich für die Burg. Der Standort war sorgfältig ausgewählt worden. Bei dem Blick vom Hang des Schlossparks aus wird sichtbar, dass die Wehrhaftigkeit nur vorgetäuscht ist. Von der ausgedehnten Burgwiese wurden die Feinde nicht abgeschreckt. Es wurde ein Burggraben ausgearbeitet. Zum Ende der Bauzeit wurde dieser aber teilweise wieder zugeschüttet. So hatte der Burgherr eine Zufahrt zum Schloss und musste nicht über den mühsamen Weg einer Treppe gehen. Eine Zugbrücke und ein Fallgatter wurde zum Schutz errichtet. Im Inneren zeigen die Räume eher eine barocke Gestaltung. Im Untergeschoss befand sich der Speisesaal. Darüber befand sich eine repräsentative Bibliothek und im 2. Stockwerk ein prächtiger Festsaal. Im Januar 1945 wurden die Räume zerstört. Mit der Änderung des Namens erhielten die Burgmöbel Löwentatzen als Füsse. Auf der Löwenburg finden ca. 45 minütige Führungen statt. Sie zeigen die Wohnräume im Damen- und im Herrenhaus, den Marstall, die Rüstkammer und die Kirche.


Ottoneum Naturkundemuseum(37143)

Es wurde unter Landgraf Moritz in der Zeit von 1603–1606 durch den Architekten Wilhelm Vernukken errichtet und nach Otto, dem Lieblingssohn des Landgrafen, „Ottoneum“ genannt. Die Grundfläche des Gebäudes ist durch ihre Trapez-Form ein Beleg für das erste massiv ausgeführte Gebäude, das die Bauaufgabe eines neuzeitlichen Theaters zu interpretieren sucht. Das Ottoneum steht in der Innenstadt von Kassel, am Steinweg, in unmittelbarer Nähe des Friedrichsplatzes direkt neben dem heutigen Staatstheater Kassel. Das Gebäude wurde ab 1690 von dem Hofbaumeister Johann Conrad Giesler umgebaut und diente zur Aufbewahrung der landgräflichen Kunst- und Naturaliensammlung. Einige Jahre später wurde das Kunsthaus dem von Landgraf Karl gegründetem Collegium Carolinum angegliedert. Das Collegium war als Ergänzung zu den Lateinschulen gedacht und lehrte vorwiegend Naturwissenschaften.

1888 kamen naturkundlichen Objekte, die sich zuvor im Museum Fridericianum befanden, ins Ottoneum, da der Platz im Fridericianum nicht mehr ausreichte.

In der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 1943 wurde das Gebäude durch Brand- und Sprengbomben stark beschädigt; viele der Exponate, die nicht vorher ausgelagert worden waren, gingen dabei verloren. Naturkundemuseum im Ottoneum [Bearbeiten] Papin-Brunnen vor dem Kasseler Ottoneum, 1906 von Hans Everding geschaffen

Bereits 1929 hatte die Stadt Kassel das „Königlich preußische Naturalienmuseum“ übernommen. Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde das Museum von der Stadt wiederaufgebaut und diente als Naturkundemuseum der Stadt Kassel. In den Jahren 1994 - 1997 wurde das Gebäude erneut saniert und umgestaltet. Die noch leerstehenden Räume wurden kurz nach der Sanierung als zusätzliche Ausstellungsfläche für die documenta X genutzt.

Heute finden sich auf 3 Geschossen Dauerausstellungen zum „Wandel im Verständnis der Natur im Laufe von Jahrhunderten“, wobei die Exponate zum Teil aus der 400-jährigen Sammlungsgeschichte stammen. Außerdem werden in „Lebensrauminszenierungen“ aus dem geografischen Bereich des heutigen Nordhessens Situationen vom Erdaltertum bis zur Jetztzeit nachgebildet. Hinzu kommen Wechselausstellungen und besondere Programme für Kinder.

Zu den bedeutendsten Ausstellungsstücken gehört das 400 Jahre alte Herbarium Ratzenberger, das als ältestes systematisch zusammengestelltes Herbarium Europas gilt, sowie der Goethe-Elefant, eines der ältesten präparierten Großsäugetierskelette in einem deutschen Naturkundemuseum.


Brueder_grimm-museum

Das Brüder Grimm-Museum in Kassel ist ein ganz besonderes kulturelles Highlight für Besucher. Jeder kennt mehr oder weniger die Arbeit der beiden Philologen und Germanisten, hauptsächlich ihre Sammlung von Kindermärchen. Das Museum informiert über das Leben und Werk der beiden Brüder. Im Jahr 1960 wurde das Museum eröffnet und konnte zunächst auf eine Sammlung der Landesbibliothek, der Stadt und der Brüder Grimm-Gesellschaft e.V. zurückgreifen. Im Laufe der Zeit konnten so die Exponate stetig erweitert werden. Neben der Funktion als Museum ist das Brüder Grimm-Museum außerdem auch Archiv, Bibliothek und Forschungsarbeit. Das Museum ist im Palais Bellevue untergebracht, wobei im Jahr 2006 schwerwiegende Baumängel entdeckt wurden. Nach kurzer Schließung und Renovierung gab es wieder Ausstellungen, doch 2009 wurde das Museum erneut vorrübergehend geschlossen, um sich in Ruhe um einen neuen sicheren Standort bemühen zu können. Bis zu einer endgültigen Lösung gefunden wird, zeigt das Museum am Standort Brüder Grimm-Platz / Friedrichsstraße einige komprimierte Ausstellungen. Die Ausstellung zeigt u.a. Alltagsgegenstände, ein Handexemplar der Kinder- und Hausmärchen aus dem Jahr 1812/1815, das auf der UNESCO-Liste des Dokumentenerbes steht, sowie Werke des weniger bekannten Bruders Ludwig Emil Grimm, einem Maler und Kupferstecher. Außerdem sind ein Originalexemplar der Deutschen Grammatik zu sehen, Mobiliar der beiden Brüder sowie zahllose Bücher und Gemälde der Zeit. Wechselausstellungen zu literarischen Themen runden das Angebot ab. So ist das Museum für Kinder wie für Erwachsene sehenswert. Märchen, deutsche Sprache und Literatur sowie die Biedermeier-Zeit werden hier anschaulich dargestellt und erlebbar.


Ottoneum Naturkundemuseum

Es wurde unter Landgraf Moritz in der Zeit von 1603–1606 durch den Architekten Wilhelm Vernukken errichtet und nach Otto, dem Lieblingssohn des Landgrafen, „Ottoneum“ genannt. Die Grundfläche des Gebäudes ist durch ihre Trapez-Form ein Beleg für das erste massiv ausgeführte Gebäude, das die Bauaufgabe eines neuzeitlichen Theaters zu interpretieren sucht. Das Ottoneum steht in der Innenstadt von Kassel, am Steinweg, in unmittelbarer Nähe des Friedrichsplatzes direkt neben dem heutigen Staatstheater Kassel. Das Gebäude wurde ab 1690 von dem Hofbaumeister Johann Conrad Giesler umgebaut und diente zur Aufbewahrung der landgräflichen Kunst- und Naturaliensammlung. Einige Jahre später wurde das Kunsthaus dem von Landgraf Karl gegründetem Collegium Carolinum angegliedert. Das Collegium war als Ergänzung zu den Lateinschulen gedacht und lehrte vorwiegend Naturwissenschaften.

1888 kamen naturkundlichen Objekte, die sich zuvor im Museum Fridericianum befanden, ins Ottoneum, da der Platz im Fridericianum nicht mehr ausreichte.

In der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 1943 wurde das Gebäude durch Brand- und Sprengbomben stark beschädigt; viele der Exponate, die nicht vorher ausgelagert worden waren, gingen dabei verloren. Naturkundemuseum im Ottoneum [Bearbeiten] Papin-Brunnen vor dem Kasseler Ottoneum, 1906 von Hans Everding geschaffen

Bereits 1929 hatte die Stadt Kassel das „Königlich preußische Naturalienmuseum“ übernommen. Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde das Museum von der Stadt wiederaufgebaut und diente als Naturkundemuseum der Stadt Kassel. In den Jahren 1994 - 1997 wurde das Gebäude erneut saniert und umgestaltet. Die noch leerstehenden Räume wurden kurz nach der Sanierung als zusätzliche Ausstellungsfläche für die documenta X genutzt.

Heute finden sich auf 3 Geschossen Dauerausstellungen zum „Wandel im Verständnis der Natur im Laufe von Jahrhunderten“, wobei die Exponate zum Teil aus der 400-jährigen Sammlungsgeschichte stammen. Außerdem werden in „Lebensrauminszenierungen“ aus dem geografischen Bereich des heutigen Nordhessens Situationen vom Erdaltertum bis zur Jetztzeit nachgebildet. Hinzu kommen Wechselausstellungen und besondere Programme für Kinder.

Zu den bedeutendsten Ausstellungsstücken gehört das 400 Jahre alte Herbarium Ratzenberger, das als ältestes systematisch zusammengestelltes Herbarium Europas gilt, sowie der Goethe-Elefant, eines der ältesten präparierten Großsäugetierskelette in einem deutschen Naturkundemuseum.


Bergpark Wilhelmshöhe

Im Kasseler Naturpark Habichtswald befindet sich der Bergpark Wilhelmshöhe. Er ist nicht nur ein Kleinod für Flora und Fauna, sondern ein Naherholungsreservoir für die Einwohner der nordhessischen Stadt und ihrer Umgebung. Angelegt in den unterschiedlichsten Stilen europäischer Gartenkunst, wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte der einzigartige Landschaftsgarten mit seinen Berghängen in Terrassenform vom italienischen bzw. französischen Barock zu den Ideen einer englischen, offenen Gartenform. Auf einer Fläche von knapp 3 km² befinden sich neben ca. 500 unterschiedlichsten Gehölzen, viele von ihnen stammen von dem nordamerikanischen Kontinent, auch eine Reihe historischer Sehenswürdigkeiten wie den Herkules. Der hessische Landgraf Karl beauftragte 1696 die Reparatur- und Erneuerungsarbeiten am „Alten Winterkasten“, einem Regenwasserauffangbehälter im Habichtswald, und gab damit den Auftrag zur Errichtung des Bergparks. Zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten im Landschaftsgarten gehören zweifelsohne das Schloss Wilhelmshöhe, Ddie Löwenburg und der Herkules mit seinen Wasserkaskaden. Das Schloss hat die Kriegszeiten relativ unbeschadet überstanden und wurde bereits 1955 als Schlossmuseum wieder eröffnet. Die Ausstellungsstücke zeigen einen guten Querschnitt durch den höfischen Stil und das Leben zwischen 1760 bis 1830. Die Löwenburg wurde 1793 im Stil einer mittelalterlichen Ritterburgruine erbaut. Sie birgt heute eine unermessliche Anzahl kunsthistorischer Schätze, u. a. Waffen, Gläser, und wertvolle Uhren befinden sich in den Räumen der teilweise als Sommerresidenz der kurhessischen Fürsten genutzten Burg. Der Herkules auf dem achteckigen Podest, dem Oktogon, ist das Wahrzeichen der Stadt Kassel. Zusammen mit den Wasserkaskaden wurde die Figur am 30.11.1717 eingeweiht. Heute durchziehen den Bergpark zahlreiche Wanderwege, die zum Spazierengehen einladen. Beeindruckend ist die „Wilhelmshöher Allee“. Sie ist eine Prachtstrasse, die – gesäumt von einem reichen Baumbestand – auf ca. 4,5 km völlig gerade zum Schloss Wilhelmshöhe verläuft.


Trendelburg

Die Trendelburg steht in der gleichnamigen kleinen Stadt Trendelburg. Die nördlich von Kassel gelegene Burg eine der am besten Erhaltenen Burgen in Deutschland. Sie wurde im 13. Jahrhundert als Höhenburg erbaut. Als Wahrzeichen der Stadt zeichnet sie den höchsten Punkt der Umgebung. Das Gebiet um die Burg herum gehört ursprünglich zu Sachsen, wurde dann durch Karl dem Großen erobert und gehörte schließlich zum Römischen Reich. Kurze Zeit später gehörte es dem Bistum von Paderborn, welches den Ort in grafschaftliche Hände gab. 1306 schließlich bauten die Grafen von Schöneberg die Erste, urkundlich erwähnte Burganlage. Nachdem Konrad III. von Schöneberg die Burg in einem Kampf verlor, ging sie erneut an das Bistum Paderborn über. In den darauffolgenden Jahrzehnten wechselten die Besitzer der Burg stetig. Obwohl die Stadt Trendelburg während des Dreißigjährigen Krieges komplett zerstört wurde, blieb die Burg selbst nahezu unbeschadet stehen. Anschließend wurde sie in ein Jagdschloss umgebaut, welches 100 Jahre später durch einen Brand beschädigt wurde. 1901 wurde die Anlage von der Familie Adalbert von Stockhausen gekauft. Diese nahmen umfassende Ausbauten und Renovierungen vor, sodass sie wieder bewohnt werden konnte. Später wurden dann noch ein Restaurant und ein Burghotel eingerichtet. Für Hochzeitsfeiern wurde eigens einer der Türme ausgebaut und dient heute als Hochzeitsturm. Die Trendelburg, die an der Deutschen Märchenstraße liegt, wurde sogar Schauplatz der Verfilmung des Märchens Rapunzel. Allerdings kann man in der Geschichte der Burg nicht nur von Märchen reden, sondern auch von Riesinnen und Hexen. Der Burghof selbst ist für Jedermann zugänglich. Aber auch Burgführungen, Ritteressen und Märchenführungen stoßen hier immer wieder auf große Begeisterung. Reservierungen werden in jedem Fall erbeten.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Kassel

Bundesland:
Hessen

Regierungsbezirk:
Kassel

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
166 m ü. NN

Fläche:
106,79 km²

Einwohner:
194.774

Autokennzeichen:
KS

Vorwahl:
0561

Gemeinde-
schlüssel:

06 6 11 000



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